Lasertracker

Der Lasertracker ist der Maßstab an Genauigkeit und Zuverlässigkeit im Bereich der portablen KMGs und ideal geeignet, um große Messvolumen präzise zu messen. Er ist eine ultramobile Lösung und deshalb einer der besten Begleiter unserer Messtechniker. Er erlaubt präzise 3D-Messungen zu Reflektoren und die 6DoF-Funktion ermöglicht die Verwendung von handgeführten Messtastern und Laserscannern. Damit sind die Anwendungsfelder fast unbegrenzt: Von Form- und Lagemessungen, über Oberflächenprüfung bis hin zu Messungen von sich bewegenden Objekten.

 

MESSVOLUMEN UND GENAUIGKEIT

Das Messvolumen hängt vom eingesetzten Gerät ab und liegt typischerweise zwischen wenigen Metern und bis zu 80 m. Durch spezielle Messverfahren kann dieses Volumen nahezu beliebig erweitert werden.

 

Typische Genauigkeiten sind:

  • 0,03 mm innerhalb von 5 m
  • 0,09 mm innerhalb von 20 m
  • 0,35 mm innerhalb von 80 m

 

Diese Präzision macht den Lasertracker zu einem unverzichtbaren Messsystem überall dort, wo höchste Genauigkeit und Zuverlässigkeit gefordert sind.

 

AUFBAU UND GESCHWINDIGKEIT

Lasertracker können horizontiert messen, aber auch in jeder anderen Position montiert werden. Dabei erreichen sie Geschwindigkeiten von bis zu 1000 Punkten pro Sekunde. Damit können bewegliche Ziele verfolgt werden oder große Oberflächen in kürzester Zeit mit größter Genauigkeit vermessen werden.

 

FUNKTIONSWEISE

Die Funktionsweise eines Lasertrackers entspricht jener eines klassischen Tachymeters – jedoch mit deutlich höherer Messgenauigkeit und Messgeschwindigkeit. Ein Laserstrahl wird in eine definierte Raumrichtung ausgesendet und durch einen Reflektor wieder zum Tracker zurückgeführt. Über die Laufzeit des Laserstrahls wird der Abstand zwischen Tracker und Reflektor bestimmt. Zwei hochpräzise Winkelmesssysteme im Tracker-Kopf erfassen die Richtung des Laserstrahls. Gemeinsam mit der Distanzmessung entstehen daraus exakte 3D-Koordinaten des Reflektors.

 

Durch die Referenzierung definierter Regelgeometrien des Messobjekts kann das interne Koordinatensystem des Trackers entsprechend umgerechnet werden. Dadurch lassen sich:

  • vergleichende Messungen durchführen
  • Aussagen über Form, Lage und Ausrichtung treffen
  • Bauteile und Anlagen präzise zueinander positionieren
  • Achsen, Risse und Referenzpunkte abstecken

 

Moderne Lasertracker verfügen über 6DoF-Systeme, mit denen nicht nur die Position, sondern auch die räumliche Lage des Reflektors bestimmt werden kann. Dadurch sind Messungen mit handgeführten Messtastern und Laserscannern möglich, was das Anwendungsspektrum erheblich erweitert.